20. Anhang
20.2. Die Satzglieder (Satzteilbestimmung)
Sätze bestehen aus verschiedenen Wörtern, die alle eine andere Funktion innerhalb des Satzes haben. Im Spanischen wichtig ist die Unterscheidung von Subjekt und (direktem und indirektem) Objekt.
Das Subjekt bestimmt, in welcher Form das Verb im Satz auftritt, d. h. das Verb richtet sich nach dem Subjekt. Das Subjekt antwortet immer auf die Frage "Wer tut etwas?".
Beispiel:
El chico bebe un zumo. > Wer trinkt einen Saft? > der Junge > Also ist "der Junge" Subjekt.
El perro no entra. > Wer kommt nicht rein? > der Hund > Also ist "der Hund" Subjekt.

Das Objekt hingegen existiert grob gesagt in zwei Formen, dem direkten und dem indirekten Objekt. Man kann sie mit dem deutschen Akkusativ- und dem Dativobjekt vergleichen, obwohl sie sich nicht hundertprozentig entsprechen.
Das direkte Objekt ist im Spanischen daran zu erkennen, dass es direkt, d. h. ohne eine Präposition dazwischen, auf das Verb folgt (außer wenn es sich um eine Person handelt, dann wird es mit "a" angeschlossen):
Ve Ø la película. He invitado a todos mis amigos. Van a escuchar Ø todos los cds.

Das indirekte Objekt hingegen wird mittels einer Präposition (a, de, con, sin, para...) an das Verb angeschlossen:
Telefonea con su madre. > indirektes Objekt mit "con"
¿Habla de su problema? > indirektes Objekt mit "de"
Creemos en Dios. > indirektes Objekt mit "en"

Damit ein indirektes Objekt durch die indirekten Objektpronomen (s. Kapitel 18.3.3.) ersetzt werden kann, muss es sich um ein indirektes Objekt mit "a" handeln.

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