13. Nichtkonjugierte Verbformen
13.2. Das Gérondif
Das Gérondif ist eine nichtkonjugierte und somit von der Konjugation unabhängige Verbform, die dazu dient, Sätze elegant und vor allem bequem zu verkürzen. Es kommt im mündlichen sowie im schriftlichen Sprachgebrauch vor.
Aufgrund der Tatsache, dass das Gérondif nicht konjugiert wird, muss die Zeitenfolge (s. Kapitel 10.11.3.) im Satz nicht beachtet werden, was eine erhebliche Vereinfachung beim Schreiben und Sprechen darstellt, vor allem für ungeübte Sprecher.
13.2.1. Die Bildung des Gérondif
Das Gérondif wird gebildet aus dem Stamm der 1. Person Plural Indikativ Präsens und der Endung -ant. Davor wird die Präposition en gesetzt.
Beispiele: faire > nous fais|ons > en faisant; aller > nous all|ons > en allant; voir > nous voy|ons > en voyant usw.

Es gibt nur drei Verben, die ein unregelmäßiges Gérondif besitzen:
  • être: en étant;
  • avoir: en ayant [nɛj];
  • savoir: en sachant.

Die Verneinung umklammert das Gérondif ohne das "en": en ne regardant pas, en ne voyant plus...
Objekt- oder Adverbialpronomen stehen direkt vor dem Gérondif, innerhalb der Verneinung: en le regardant, en les appelant, en y pensant, en n'y songeant pas, en n'en parlant jamais...

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